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Umzug im Winter

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Kurz gesagt

Im Winter bekommen Sie fast jeden Wunschtermin und oft die entspannteren Bedingungen. Zu bedenken sind vier Dinge: das Tageslicht endet früh, Wege müssen geräumt und gestreut sein, empfindliche Dinge sollten frostgeschützt fahren und die Heizung in der neuen Wohnung sollte laufen, bevor Sie einziehen.

Was im Winter besser ist

Januar und Februar sind die ruhigsten Umzugsmonate des Jahres. Termine sind frei, die Halteverbotszone wird zügiger bearbeitet, Aufzüge sind verfügbar und die Straßen leerer. Wer flexibel ist, zieht deshalb im Winter entspannter um als im Juli.

Was Sie beachten sollten

Vier Punkte, die im Sommer keine Rolle spielen:

  • Früh starten, weil es ab dem späten Nachmittag dunkel wird
  • Wege, Treppen und Gehweg räumen und streuen, das ist Ihre Verkehrssicherungspflicht
  • Elektronik, Pflanzen und Flüssigkeiten frostgeschützt transportieren
  • Heizung in der neuen Wohnung vorher aufdrehen, damit es beim Einzug warm ist

Passend dazu

Ein Wintertag von der Heizung bis zur Dunkelheit

Im Winter kommen fünf Handgriffe dazu, die im Sommer niemand braucht. Zusammen kosten sie keine Stunde und entscheiden trotzdem über den Verlauf des Tages.

  1. 1 Zwei Tage vorher

    Heizung anstellen und prüfen

    Eine leer stehende Altbauwohnung braucht zwei bis drei Tage, bis Estrich und Wände Wärme aufgenommen haben. Gleichzeitig zeigt sich, ob die Anlage überhaupt läuft. Ein blockiertes Thermostat fällt sonst erst am Einzugsabend auf, und dann erreichen Sie niemanden mehr.

  2. 2 Am Vorabend

    Halteplatz ansehen

    Der Räumdienst schiebt den Schnee genau dorthin, wo das Fahrzeug stehen soll. Sehen Sie sich die Fläche zwischen den Schildern am Abend vorher an. Ein Schneewall über fünfzehn Meter ist am Morgen nicht in zehn Minuten beiseite geräumt.

  3. 3 Ab 7 Uhr

    Räumen und streuen

    In Berlin gilt die Räum- und Streupflicht für Gehwege werktags von 7 bis 20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 9 Uhr. Machen Sie eine Bahn von rund einem Meter Breite frei, und zwar von der Haustür bis zum Fahrzeug, nicht nur vor dem Eingang.

  4. 4 Vormittags

    Schweres zuerst

    Legen Sie Schränke, Sofa und Waschmaschine in die erste Tageshälfte. Was am späten Nachmittag noch die Treppe hinunter muss, sollte leicht und unempfindlich sein, denn dann arbeiten alle bei Kunstlicht auf feuchten Stufen.

  5. 5 Am Abend

    Für Licht sorgen

    In vielen Altbauten schaltet das Treppenhauslicht nach zwei Minuten ab, und in der neuen Wohnung hängt oft noch keine Lampe. Ein Klemmstrahler und eine Glühbirne mit Fassung gehören deshalb griffbereit in Ihr eigenes Fahrzeug.

Januar und Juli, dieselbe Wohnung

Der Fall

Zweizimmerwohnung mit rund 25 Kubikmetern, dritter Stock ohne Aufzug, Dreierteam mit LKW. Einmal an einem Dienstag im Januar, einmal am letzten Freitag im Juli.

Januar, 6,5 Stunden zu 76 € 494 €
Juli, 7,5 Stunden zu 76 € wegen Aufzugswartezeit und dichtem Verkehr 570 €
Halteverbotszone an beiden Adressen, jeweils gleich 172 €
Abdeckvlies für nasse Treppenhäuser im Januar enthalten
Summe Januar 666 €, Juli 742 €

Der Unterschied entsteht nicht durch den Preis, sondern durch die Dauer. Am Monatsende im Sommer kommen Wartezeiten am Aufzug und langsamerer Verkehr dazu. Umgekehrt kann Glätte im Januar den Tag ebenfalls verlängern, deshalb ist der Winter nur dann günstiger, wenn Sie früh starten und die Wege geräumt sind.

Zwei Wege, ein Ziel

Wer den Termin frei wählen kann, stellt Winter und Hauptsaison gegenüber. Der Stundensatz ist in beiden Fällen derselbe, alles andere unterscheidet sich.

November bis Februar

gleicher Stundensatz

Passt, wenn Sie flexibel sind, kurzfristig planen müssen oder einen bestimmten Wochentag brauchen.

  • Fast jeder Wunschtermin ist verfügbar, auch kurzfristig
  • Halteverbotsanträge werden im Bezirk zügiger bearbeitet
  • Lastenaufzüge sind selten belegt, Höfe und Straßen leerer
  • Nutzbares Tageslicht endet Mitte Dezember gegen 16 Uhr

Juni bis September

gleicher Stundensatz

Passt, wenn Kinder im Haushalt sind, der Schulwechsel ansteht oder Urlaub nur im Sommer geht.

  • Lange Tage, Aufbau bis in den Abend möglich
  • Kein Streugut, keine nassen Treppenhäuser
  • Termine zum Monatsende sind Wochen im Voraus vergeben
  • Aufzüge sind häufiger belegt, weil im Haus mehrere Parteien wechseln

Unsere Empfehlung: Wenn keine Ferien und keine Schule den Termin bestimmen, ist der Winter die ruhigere Wahl. Planen Sie den Start dann aber auf sieben Uhr, damit der Aufbau vor der Dunkelheit fertig ist. Wer erst um zehn beginnt, arbeitet den letzten Teil bei Kunstlicht, und das kostet Zeit.

Winterfehler, die im Sommer keine Rolle spielen

Mit Auftausalz gestreut

In Berlin ist Auftausalz auf Gehwegen im Regelfall untersagt, Verstöße können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Außerdem greift Salz Schuhe, Böden und Metallteile an.

Besser: Streuen Sie abstumpfendes Material wie Sand oder Splitt und räumen Sie zuerst mechanisch. Besorgen Sie den Eimer am Vortag, am Umzugsmorgen ist im Baumarkt niemand.

Elektronik sofort eingeschaltet

Nach dem Transport bei Minusgraden schlägt sich im Gerät Kondenswasser nieder. Wird es gleich eingeschaltet, kann es zum Kurzschluss auf der Platine kommen.

Besser: Fernseher, Rechner und Konsolen erst nach zwei bis drei Stunden Akklimatisierung im warmen Raum einschalten. Bildschirme dabei senkrecht stellen, nicht flach auf den Boden legen.

Kartons auf nassem Untergrund abgestellt

Papier zieht Feuchtigkeit binnen Minuten. Der Boden weicht auf, und beim Anheben reißt der Karton mitsamt Inhalt aus.

Besser: Legen Sie im Hausflur und im Fahrzeug Vlies oder Paletten aus und stellen Sie nichts direkt auf nassen Beton. Wir bringen Abdeckmaterial mit, wenn wir wissen, dass es geräumt werden muss.

Häufige Rückfragen

Fahren Sie auch bei Schnee?

Ja. Nur bei Sturmwarnung ruhen Arbeiten mit dem Möbellift. Bei Glätte planen wir mehr Zeit ein und räumen die Wege selbst mit, wenn nötig.

Sind Winterumzüge günstiger?

Der Stundensatz bleibt gleich, aber die Termine sind leichter zu bekommen und die Tage laufen ruhiger ab. Indirekt sparen Sie also.

Lieber eine konkrete Zahl?

Richtwerte taugen zum Überschlagen. Verbindlich wird es erst, wenn wir Ihre beiden Adressen kennen und die Zufahrt gesehen haben. Der Termin dafür ist kostenlos.